Energiewald

Der Anbau von Energiewäldern auf landwirtschaftlichen Flächen stellt ein wichtiges Potenzial für die Energiegewinnung in Bayern dar.

Moderne Energiewälder sind vergleichbar mit den Brennholzniederwäldern früherer Zeiten. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass heute sehr ertragreiche Sorten der Pappel und Weiden für den Anbau verwendet werden im Gegensatz zu Hainbuche, Linde und Ahorn in früheren Zeiten.

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Sortenunterschiede bei Energie- waldpappeln
(Foto: Randolf Schirmer, ASP)

Die Flächen werden im Kurzumtrieb (drei bis zehn Jahre) beerntet. Da Pappeln und Weiden nach Beerntung wieder austreiben, können Energiewälder ohne Neupflanzung drei bis viermal genutzt werden.

In Sortenprüffeldern untersucht das ASP die Anbaueignung und Ertragsfähigkeit verschiedener Pappelsorten. Sie zeigen erhebliche Unterschiede bezüglich Produktionsleistung, Resistenzeigenschaften, Anwuchssicherheit und Regenerationsfähigkeit nach Beerntung. Für den Anbauerfolg von Energiewäldern ist daher die Auswahl geeigneter Sorten entscheidend.

In Energiewäldern werden Pappeln klonweise angebaut. Deshalb ist bei Verwendung von Pappelsorten ein erhöhtes Risiko hinsichtlich Ausfälle z. B. durch Pilzerkrankungen gegeben. Steckhölzer von Pappeln dürfen daher nach den Verbraucherschutzbestimmungen des Forstvermehrungsgutgesetzes (FoVG) nur in der Kategorie "geprüft" in Verkehr gebracht werden

Weitere Informationen und Downloads

Pappelsorten für den Kurzumtrieb - Zugelassene und in Bayern empfohlene Sorten

Sortenprüfung für den Energieholzanbau

Projekte

FastWOOD - Züchtung schnellwachsender Baumarten für die Produktion nachwachsender Rohstoffe im Kurzumtrieb

EU-POP - Vergleich von Pappelsorten für Kurzumtriebsplantagen auf EU-Ebene

Merkblätter

Literatur