Energiewald

Der Anbau von Energiewäldern auf landwirtschaftlichen Flächen stellt ein wichtiges Potenzial für die Energiegewinnung in Bayern dar.

Sortenunterschiede bei Energiewaldpappeln

Moderne Energiewälder sind vergleichbar mit den Brennholzniederwäldern früherer Zeiten. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass heute sehr ertragreiche Sorten der Pappel und Weiden für den Anbau verwendet werden im Gegensatz zu Hainbuche, Linde und Ahorn in früheren Zeiten.

Die Flächen werden im Kurzumtrieb (drei bis zehn Jahre) bewirtschaftet.
Da Pappeln und Weiden nach der Beerntung wieder austreiben, können Energiewälder ohne Neupflanzung drei bis viermal genutzt werden.

Das ASP untersucht die Anbaueignung verschiedener Pappelsorten im Hinblick auf Produktionsleistung, Resistenzeigenschaften, Anwuchssicherheit und Regenerationsfähigkeit nach Beerntung.
In Energiewäldern werden Pappeln klonweise angebaut, weshalb bei der Verwendung von Pappelsorten ein erhöhtes Risiko hinsichtlich Ausfälle z. B. durch Pilzerkrankungen besteht. Für den Anbauerfolg von Energiewäldern ist daher die Auswahl geeigneter Sorten entscheidend.
Steckhölzer von Pappeln dürfen daher nach den Verbraucherschutzbestimmungen des Forstvermehrungsgutgesetzes (FoVG) nur in der Kategorie "geprüft" in Verkehr gebracht werden


Weitere Informationen zum Thema

Sortenprüfung für den Energieholzanbau

Engerwiewaldfläche

In Sortenprüffeldern untersucht das ASP die Anbaueignung und Ertragsfähigkeit verschiedener Pappelsorten unter unseren Standortsbedingungen. Basierend auf diesen Ergebnissen erstellt das ASP Sortenempfehlungen für Süddeutschland. Nur die in den "Forstlichen Herkunftsempfehlungen für Bayern" genannten Sorten bieten die Sicherheit für nachhaltig hohe Erträge.   Mehr

Pappeln für den Kurzumtrieb
In Bayern zugelassene und empfohlene Sorten

Energiewald_Sortenunterschied

Das ASP testet auf bayerischen Prüffeldern die Eignung von Pappelsorten für Kurzumtriebsplantagen. Prüfkriterien sind vorrangig Biomasseleistung und Resistenz gegen Pilzerkrankungen. Die Ergebnisse zeigen, dass besonders Kreuzungen von amerikanischen und asiatischen Balsampappeln am besten geeignet sind.  Mehr