Neue Daueraufgabe für das ASP
Bayern stellt Konzept zum Erhalt forstlicher Genressourcen vor

Genressourcen Titelblatt

Das Konzept fasst alle Aktivitäten Bayerns zur Erhaltung der Genressourcen in den Wäldern zusammen. Die Bemühungen und Aktivitäten zur Erhaltung forstlicher Genressourcen in Bayern verfolgen dabei einen überregionalen Ansatz. Das ASP ist mit der operativen Durchführung vertraut und kann hier-zu auf die vorhandene Infrastruktur mit genetischen Laboren, Erhaltungs-samenplantagen und der forstlichen Genbank zurückgreifen.

Das Konzept ergänzt den in Bayern gültigen Leitsatz in der Forstwirtschaft, „Schützen und Nutzen“ auf gesamter Fläche zu vereinen. Eine nachhaltige naturnahe Waldwirtschaft, wie sie in Bayern praktiziert wird, ist oberstes Ziel bei der Generhaltung. Kommen jedoch Faktoren und Ereignisse zum Tragen, welche die natürlichen Vorgänge stören und so die genetische Vielfalt gefährden, müssen gezielte Maßnahmen zum Erhalt der genetischen Vielfalt getroffen werden. Das Konzept sieht hierzu sowohl Maßnahmen vor Ort vor, sog. „in-situ-Maßnahmen“, als auch Maßnahmen abseits des ursprünglichen Wuchsortes, genannt „ex-situ“. Alle Erhaltungsmaßnahmen sind dabei so ausgelegt, dass keine Einschränkungen der regulären Waldbewirtschaftung entstehen. Sowohl der Staatswald, als auch die Privat- und Kommunalwälder können sich gemeinsam am Erhalt forstlicher Genressourcen beteiligen.

Ein wichtiger Baustein ist die Ausweisung von Generhaltungsbeständen. Sie dienen dem gezielten Erhalt wertvoller Erbanlagen, weshalb ihre natürliche Verjüngung oder die Verjüngung mit bestandes-eigenem Pflanzmaterial eine wesentliche Rolle spielt. Mit der Ausweisung des ersten Generhaltungsbestandes bei Anger im Berchtesgadener Land hat Staatsminister Helmut Brunner den Grundstein für ein bayernweites Netz solcher Bestände gelegt.